Coaching für Frauen
COACHING FÜR WEIBLICHE FÜHRUNGSKRÄFTE
siehe dazu auch meinen Artikel auf der Seite der Gründerinnenagentur bga, hier
Meine wichtigste Zielgruppe sind weibliche Führungskräfte und die, die es werden möchten. Warum? Ich als Frau möchte Frauen, die Karriere machen wollen als Vorbild dienen, wie auch beratend zur Seite stehen. Viele Jahre
engagiere ich mich bereits in Mentoring Projekten für genau diese Zielgruppe. Immer wieder stelle ich fest, dass das Thema ‚Frauen und Karriere’ mit Mythen (Frauen können nicht führen!) besetzt ist. Mir ist es eine Herzensangelegenheit, diese Frauen ‚in sich selbst zu stärken’ - mit Coaching z. B.!
Ich bin überzeugt, dass Frauen ‚anders’ zu coachen sind, als ‚Männer’. Ich bin außerdem überzeugt, dass ich, bedingt durch meine persönliche Einstellung, aber auch, weil ich eine Frau bin, der ‚bessere’ Coach für Frauen bin.
Die Situation für Frauen stellt sich für mich wie folgt dar:
Die Tatsache, dass weder die Frau noch der Mann besser oder schlechter sind, sondern einfach anders, birgt enormes Potenzial, das oftmals von Frauen nicht genutzt wird. (Aktuelle Forschungsergebnisse zu Frauen in Führungspositionen von div. Wissenschaftlern, z.B. Ardelt/ Berger, Weinert) Insbesondere bei Frauen halte ich es für extrem wichtig, weg vom Defizit-Ansatz und hin zum Ressourcen-Ansatz zu coachen.
Entscheidend ist auch der heute noch gültige ‚doppelte Lebensentwurf’, nachdem Frauen einerseits Erwerbsautonomie und andererseits Präsenz in der Familie anstreben. Hier existiert bis heute kein verbindliches soziales Modell – und das hat Auswirkungen.
Das soziale Vorstellungsbild (Stereotyp) von den Eigenschaften und Kompetenzen der ‚typischen Frau’ hat nur wenig Ähnlichkeit mit dem Stereotyp des ‚typischen Managers’, das seinerseits hohe Übereinstimmung mit dem Bild vom ‚typischen Mann’ aufweist. Obwohl die rechtlich verankerte und gesellschaftspolitisch gewünschte ‚Chancengleichheit der Geschlechter im Erwerbsleben’ vorliegt, bilden Frauen in Deutschland mit 5% in der Gruppe der oberen Führungskräfte immer noch die Ausnahme. (Übrigens wurde eine höhere Quote in den USA nur dadurch erreicht, dass ein ‚Fehlverhalten’ von Organisationen finanzielle Sanktionen nach sich zog)
Für Frauen sind also Geschlechtsstereotypenbildung sehr verhängnisvoll. Ich zitiere Friedel-Howe: Frau und Führung, die 6 wichtigsten Mythen
MYTHOS 1 « Frauen können nicht führen »
MYTHOS 2 « Die Frauen wollen den Aufstieg gar nicht wirklich »
MYTHOS 3 « Frauen verkörpern ein erhöhtes Kostenrisiko »
MYTHOS 4 « Weibliche Führungskräfte kann man nur beschränkt einsetzen »
MYTHOS 5 « Die Männer haben Angst vor der Frau im Management »
MYTHOS 6 « Die Managerin – sozial bleibt sie eine Außenseiterin »
AUSWIRKUNGEN IM COACHING PROZESS:
* Legitimationsdruck:
Beruf und Familie, Beruf = ‚mitverdienen’, ‚Selbstverwirklichung’
* starker Leistungsdruck:
in Führungsposition = erhöhte Aufmerksamkeit männlicher Kollegen
* intensives Selbstmarketing notwendig:
Arbeitsqualität ansich reicht nicht aus
* stringente Karriereplanung erforderlich:
konsequente Planung, zielstrebige Umsetzung (Falle: Beruf und Familie) sensibel für die eigenen Stärken werden, ‚weibliche Werte’ entwickeln
* direktives Führungsverhalten gefordert:
authentische Beziehung zu Macht und Status finden
* Konfliktmanagement:
interpersonellen Konflikten nicht aus dem Wege gehen
Frauen sollten sich mehr selbst anerkennen und selbst behaupten, daher stelle ich Selbstanerkennung in den Mittelpunkt meiner Coachingpraxis mit Frauen.
Meine eigene Reflektion fordere ich in diesem Bereich noch mehr ein als sonst. Die Warnleuchte blinkt häufiger!
Ich denke z.B. an:
* Meine Neutralität als Coach nicht aus den Augen zu verlieren
(wenn ich geschlechtsspezifisch Probleme und Eigenschaften zuordne, bin ich dann noch neutral?)
* keine pauschalen Lösungen und Beratungsansätze
(wenn ich starke Überzeugungen habe, dürfen die meinen Blick für das Individuum nicht blockieren)
* ein Coaching von ‚Frau zu Frau’ kann von Vorteil sein,
entscheidend sind aber letztendlich das Vertrauen der Klientin und ihre individuelle Situation
Abschließend möchte ich Fritz Perls zitieren:
MEHR BRAUCHT ES NICHT
was tust du?
was fühlst du?
was möchtest du?
was vermeidest du?
was erwartest du?
Fritz Perls
